Staatsangehörigkeit (Art. 16 Abs. 1 GG)

Artikel 16 des Grundgesetzes

(1) Die deutsche Staatsangehörigkeit darf nicht entzogen werden. Der Verlust der Staatsangehörigkeit darf nur auf Grund eines Gesetzes und gegen den Willen des Betroffenen nur dann eintreten, wenn der Betroffene dadurch nicht staatenlos wird.


Artikel 16 Absatz 1 Satz 1 GG verbietet den Entzug der deutschen Staatsangehörigkeit allein durch behördliche Entscheidung. Nach Satz 2 muss dies immer aufgrund eines Gesetzes geschehen.

Außerdem darf ein Entzug nicht dazu führen, dass der vormalige deutsche Staatsbürger dadurch staatenlos wird, also gar keine Staatsangehörigkeit mehr besitzt. Der Grund dafür ist, dass Staatenlose grundsätzlich ein Problem darstellen, da sie zunächst einmal nirgends aufenthaltsberechtigt sind, aber auch in kein Land abgeschoben werden können.

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