Verfassungsbeschwerde im Verwaltungsrecht

Im Verwaltungsrecht geht es von vornherein um den Gegensatz zwischen Bürger und Staat. Meist soll eine behördliche Entscheidung angefochten werden, die den Adressaten belastet – bspw. der Exmatrikulationsbescheid einer Universität, der Entzug des Führerscheins durch die Verwaltungsbehörde, die verweigerte Baugenehmigung, eine polizeiliche Maßnahme oder ein Beschluss des Gemeinderats.

Da der Staat umfassend und unmittelbar an die Verfassung gebunden ist, sind die Grundrechte hier in jeder Phase des Verfahrens zu berücksichtigen. Nach (erfolglosem) Abschluss des Gerichtsprozesses stellt sich aber die Frage, ob die Grundrechte auch richtig angewandt wurden. Dies kann durch eine Verfassungsbeschwerde überprüft werden.

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